Schaltschemata

Für den Einsatz einer sequentiellen manalog-Rennschaltung ist das Schaltschema des zugrunde liegenden Handschaltgetriebes von großer Wichtigkeit.

Dabei kommt neben der Anzahl der Gänge auch der Lage des Rückwärtsgangs entscheidende Bedeutung zu. Eine ideale Position ist dann gegeben, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind:

Erstens Lagehomogenität - der 1. Gang liegt dem Rückwärtsgang bezüglich der neutralen Quergasse gegenüber.

Zweitens Gassenhomogenität - der Rückwärtsgang teilt entweder mit dem ersten Gang eine gemeinsame Gasse, oder liegt in einer eigenen Gasse direkt neben der Gasse für den 1. Gang auf der den höheren Gängen abgewandten Seite.

Ist nur eine der Voraussetzungen erfüllt, liegt ein teilhomogenes Schaltschema zugrunde.

Die folgenden Beispiele stammen, mit Ausnahme der Ausführungen für acht bzw. neun Vorwärtsgänge, von Seriengetrieben. In einem H-Schema steigt, wie schon anhand der Darstellung verständlich, mit jeder zusätzlichen Gasse auch die notwendige Aufmerksamkeit für die sichere und zuverlässige Bedienung. 

6-Gang – gassenhomogen

Dieses Schaltschema findet sich in vielen Handschaltgetrieben. Es zeichnet sich durch klare und beinahe als Standard zu bezeichnende Bedienung aus, die einen versehentlich eingelegten Rückwärtsgang dank einer Sperre unmöglich macht.

Dieses Schaltschema liegt auch dem Konzept manalog SQS6.M2 zugrunde, erfordert jedoch durch die besondere Lage des Rückwärtsgangs eine spezielle, aufwendige Ausführung.

7-Gang – gassenhomogen

Einer Tradition folgend ist dieses Schaltschema eine erweiterte Variation des Standardschemas des 6-Gang-Getriebes. Die Erweiterung erfolgt durch eine zusätzliche Schaltebene für den rechts vorne liegenden 7. Gang.

Dieses Schaltschema weist fünf Gassen auf und erfordert eine spezielle, aufwendigere Ausführung, um die inhomogene Lage des Rückwärtsgangs und diese fünfte Ebene zu kompensieren.

7-Gang – lagehomogen

Um ein Schaltschema mit sieben Vorwärtsgängen und nur vier Gassen zu verwirklichen, wird der Rückwärtsgang in die freie Stelle hinter dem siebten Gang verlegt und eine Fehlbedienung mit einer Lagensperre verhindert.

Hier wird wegen des großen Abstands zwischen der Gasse des ersten Gangs und des Rückwärtsgangs eine besondere Ausführung für eine komfortable Schaltung 1-N-R-N-1 benötigt. Dieses Schaltschema wurde beim Konzept manalog SQS7.CE zugrunde gelegt.

7-Gang – vollhomogen

Ein vollhomogenes Schaltschema lässt sich sehr kompakt durch einen 1. Gang in „dog leg“-Anordnung, also links hinten, erreichen. Diese Anordnung war – mit vier oder fünf Gängen – in Rennfahrzeugen lange üblich.

Mit diesem Schaltschema lässt sich die kompakteste Schaltmaschine der manalog SQS-Designfamilie darstellen. Der Bauaufwand und auch die Baugröße werden besonders klein. Dieses Schaltschema wurde beim Konzept manalog SQS7.VS zugrunde gelegt.

8-Gang – vollhomogen

Ein Schaltschema mit acht Vorwärtsgängen erfordert fünf Gassen, wovon diejenige für den Rückwärtsgang, wie im gezeigten Beispiel, auch nur halb ausgeführt werden kann, um  die Rückwärtsgangsperre als einfachere Gassensperre ausführen zu können.

Dieses Schaltschema ist als Grundlage für eine manalog-Schaltmaschine weniger aufwändig als ein teilhomogenes Schaltschema mit sechs Vorwärtsgängen.

9-Gang – vollhomogen

In einem Schaltschema mit fünf Gassen lassen sich auch neun Vorwärtsgänge unterbringen, was wohl auch eine sinnvolle Obergrenze für Handschaltgetriebe im PKW darstellen dürfte und so zumindest an moderne Automatgetriebe heranreicht.

Dieses Schaltschema ist als Grundlage für eine manalog-Schaltmaschine weniger aufwändig als ein teilhomogenes Schaltschema mit sieben Vorwärtsgängen.